
- unsere Meerjungfrau bei dem Kopenhagener Vorbild – wir sind da!
Es ist 5:45 Uhr am Morgen, unsanft weckt uns eine Lautsprecher-Stimme aus dem schunkelnden Schlaf auf der Fähre. Um 6:00Uhr würden wir Dänemark erreichen – man solle sich bitte rechtzeitig zu den Fahrzeugen begeben… unser „Gefährt“ hatten wir mit Seilen auf der Ladefläche der Fähre festgezurrt – zwischen riesigen Lastkraftwagen.Als Letze Reisende verließen wir die Fähre und betraten wieder dänischen Boden. So kamen wir nach einer für die meisten viel zu kurzen und wankenden Nacht in Koege, Dänemark an. Nun hatten wir noch eine ganz schöne Strecke vor uns: auf nach Ishoj. Auf dem Weg in die kleine Vorstadt von Kopenhagen deckten wir uns nochmal mit den wunderbaren dänischen Süßspeisen ein. Unser Weg führte uns die Küste entlang und wir ließen uns vom Ostseewind ordentlich durchpusten und uns vom Rauschen der Wellen berieseln.
Am Abend konnten wir dann mehr oder weniger in einer dänischen Jugendherberge (Dan-Hostel) entspannen – die letzten Vorbereitungen für unseren Kopenhagen-Einmarsch mussten getroffen werden: wie immer Internetrecherche, Heraussuchen des Weges und und und – schließlich hatten wir am nächsten Mittag bereits einen Termin in Kopenhagen!
Am reichhaltigsten Frühstücksbuffet der ganzen Tour mit wirklich allem was das morgendliche Herz begehrt stärkten wir uns gemeinsam mit einer internationalen Gruppe den Magen – man hörte an den umliegenden Tischen ständig Wörter wie „Climate Change, Agrigulture, Weather, … die Klimakonferenz war auch hier bereits in aller Munde!
Zum Glück ist das Radwegenetz von Kopenhagen wirklich gut ausgebaut mit breiten Wegen entlang der Straßen, sodass wir dann trotz des kopenhagener Verkehrs punktgenau um 14:00 Uhr im Zentrum der Stadt ankamen. Dort erwartete uns schon eine kleine Gruppe von JAGs (Jugendlichen Greenpeacern) mit einem wirklich netten Willkommens-Banner. Von dort zogen wir gemeinsam weiter in den Hafen von Kopenhagen: auf zur kleinen Meerjungfrau, dem Wahrzeichen, dass wir über 2000km durch ganz Deutschland gezogen hatten. Nun konnten wir sie endlich in natura betrachten.
Doch wir waren nicht die einzigen: Die Meerjungfrau war dich umlagert von Touristen, die sich gemeinsam mit der Statue ablichten ließen. Zwar war unser Fotograf leider nicht erschienen, doch wir ließen es uns natürlich trotzdem nicht nehmen auch neben der Meerjungfrau zu posieren

nach 2000 km endlich am Ziel: Kopenhagen!
Begleitet wurden wir dabei von einem Greenpeace-Filmer, der unsere Ankunft in Wort und Bild festhielt, so durften wir unseren Wagen noch vor einigen netten Kopenhagener Kulissen „Schaufahren“.
Mit einsetzender nördlicher Dunkelheit machten wir uns dann auf den Weg in unsere Unterkunft.
Auf dem Weg trafen wir noch einige interessierte Kopenhagener, die sich natürlich brennend für unseren Wagen interessierten – Die Klimakonferenz prägt das Stadtbild: überall stehen große leuchtende Weltkugeln herum (deren Volumen eine Tonne CO2-symbolisieren), Plakate, Open-Air-Ausstellungen usw.
So trafen wir auch zufällig auf Lendsay, einen irischen Greenpeace-Nordic-Campaigner, der uns herzlich willkommen hieß. Er ist für die Ehrenamtlichen hier in Kopenhagen zuständig und ließ es sich nicht nehmen uns auf etwas heißes zu trinken und ein paar Snacks einzuladen.
Abseits vom Trouble des Klima-Kopenhagens parkten wir uns und unseren Wagen im Hafenanlagen-Viertel der Stadt. Zusammen mit fast 200 anderen Greenpeacern hausen wir hier in einem „Warehouse“ auf Feldbetten oder Isomatten. Hier ist allerhand los: Viele viele Greenpeacer aus den unterschiedlichsten Ländern arbeiten gemeinsam an der bevorstehenden Demo am Samstag – um etwas Großes zu erschaffen und die Demo einen vollen Erfolg werden zu lassen.
Nach dieser ersten Nacht in der Konferenzstadt machten wir uns am nächsten Vormittag gleich wieder auf den Weg. Unseren nun entspannt-leichten Wagen (ohne Gepäck) zogen wir wieder ins Zentrum, denn hier hatten wir einige Termine mit der Presse. Aber nicht irgendwo – nein: Vor passender Kulisse der Arctic-sunrise (einem Greenpeace-schiff, dass zur Zeit in Kopenhagen vor Anker liegt und ebenfalls Öffentlichkeitsarbeit betreibt).
Kamerateams von den Tagesthemen der ARD, SAT1, und RTL2 wollten unsere Ankunft in Kopenhagen an der Arctic-Sunrise in ihren Nachrichten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Das ließen wir uns natürlich nicht nehmen und so kam es, dass wir an diesem Nachmittag 4 mal an der Arctic-Sunrise „ankommen“ durften
Und immer wieder sollten wir so schauen, als ob wir gerade 2000 Kilometer Wanderung hinter uns gebracht hätten – die haben Nerven! Aber da wir einigen Spaß dabei hatten, ertrugen wir auch gerne die kalten Füße. Und Sarah arbeitete ganz fleißig an ihrer bevorstehenden Medien-Karriere, indem sie ein Interview nach dem anderen gab. Nur wenige Sekunden hat man in so einem Fernsehinterview Zeit, die komplett unbefangenen Zuschauer über unsere Aktion ins Bilde zu setzen. Aber Sarah schaffte es (als wäre es eine ihrer leichtesten Übungen) innerhalb von 40 Sekunden (höchstens!) unseren Klimaschutz-Marsch zusammenzufassen.
Eine ganz besondere Freude war es dann natürlich auch die Arctic-Sunrise besichtigen zu dürfen und in die Geheimnisse einer Arbeit an Bord und auf See eingeführt zu werden: Vom „Recycling-Spezialisten“ bis zum Maschinenraum blieb nichts unerforscht.
Das Highlight des Tages war dann die plötzliche Ankunft von Kumi Naidoo, dem neuen Greenpeace-Chef der gesamten internationalen Organisation. Wir bekamen die Möglichkeit ihm unsere Aktion vorzustellen und konnten ihn begeistern. Doch wie das bei solchen Persönlichkeiten immer so ist, hatte er ziemlich wenig Zeit, so dass wir es verpassten ein Foto mit ihm zu schießen.
Nichts desto trotz war das ein wirklich gelungener Auftakt in Kopenhagen mit einer glänzenden Medienpräsenz.
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